Mosbruch Führt Bürgerbefragung im Eilverfahren durch!

Nicht schlecht gestaunt haben am Donnerstag 08.10.2020 die Mosbrucher, als sie im Briefkasten ein Schreiben der Ortsgemeinde zum Abstimmungsverfahren zur Aufstellung einer Windkraftanlage WKA vorgefunden hatten. Dieses Verfahren wurde am Sonntag 11.10.2020 von 9:00 bis 13:00 Uhr im Gemeindehaus in Mosbruch durchgeführt.

 

Ergebnis: 56 Einwohner*innen (53%) waren für die Aufstellung einer WKA in der Gemarkung Mosbruch und 49 (47%) dagegen, bei einer Wahlbeteiligung von 68,6%.

 

Der Haken an dem ganzen Verfahren war neben der 3 Tage Frist von der Bekanntmachung bis zur Abstimmung die Festlegung, "dass mind. 75 % der wahlberechtigten Einwohner an dem Verfahren teilnehmen müssen. Ansonsten wird in einem Gemeinderatsbeschluss die Entscheidung gefällt." Da hätte sich der Gemeinderat auch den Aufwand für diese Scheinbefragung der Bürger sparen können!

 

Im Schreiben wird aufgeführt, „dass sich unser Klima rasant ändert und die Spuren anhand der Waldschäden bereits gut erkennbar sind.“ Da macht es Sinn, dass man einen 250 Meter hohen Windkraftgiganten mitten in einen noch gesunden Wald stellt und dafür mindestens ein Hektar Wald rodet und dauerhaft ökologisch entwertet. Dieser Hektar Wald würde laut Landesforsten Rheinland-Pfalz pro Jahr 338 t CO2 speichern. Der Flächenverbrauch für die Verbreiterung der Wirtschaftswege oder die 10 km Stromkabeltrasse bis zur Umspannanlage nach Ulmen ist dabei noch nicht berücksichtigt. Laut Windatlas RLP wird die für einen „wirtschaftlichen Betrieb“ erforderliche Windgeschwindigkeit an dem geplanten Standort im Kortenbüsch nicht erreicht! Die Mosbrucher WKA würde somit keinen positiven Beitrag zur Energiewende leisten. Im Gegenteil, wertvoller gesunder Eifelwald wird zerstört und der Natur und der Umwelt unwiederbringlicher Schaden zugefügt.

 

Zudem steht im Schreiben, dass die Mosbrucher „bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollen, dass Nachbargemeinden auch WKA planen.“ Ein alter Taschenspielertrick der Windkraftplaner. Auf einer Versammlung zum geplanten Windpark "Vierländereck Ehlert-Hunnert" wurde die Frage eines besorgten Gefeller Bürgers, nach dem von einer WKA erzeugten gesundheitsschädlichen Lärm, wie folgt vom Windkraftplaner beantwortet: „Das schlimmste Geräusch bei einer WKA ist das Klingeln der Euros im Beutel der Nachbargemeinde.“ Das erzählen die geschulten Herren in ihren schnieken Anzügen auch in der Nachbargemeinde und spielen somit die Gemeinden gegeneinander aus!

 

Aber planen alle Nachbargemeinden Windkraftanlagen? Der Ortsgemeinderat von Kelberg hatte sich mit 10 Zustimmungen, einer Ablehnung und 4 Enthaltungen klar gegen WKA in Kelberg und den Ortsteilen Köttelbach, Hünerbach, Zermüllen und Rothenbach ausgesprochen. Ebenfalls haben 66 % der Sarmersbacher, 84 % der Gefeller und 65 % der Utzerather Bürger in Bürgerbefragungen gegen weitere WKA auf dem Höhenrücken zwischen Daun, Kelberg und Ulmen gestimmt. Die Mosbrucher sollten die Entscheidungen der Nachbargemeinden akzeptieren und denen nicht gegen ihren Willen eine 250 Meter hohe WKA vor die Nase setzen. Da ist der Streit zwischen den Dörfern schon vorprogrammiert. Übrigens, eine 75 % mind. Teilnahme Klausel gab es bei keiner der hier aufgeführten Gemeinden!

 

Welche Gründe gibt es eigentlich für dieses Hau-Ruck-Verfahren? Angeblich würden der Windkraftplaner Guido Bost Engineering und der Betreiber ABO Wind enormen Druck auf den Gemeinderat ausüben. Immerhin geht es um ca. 10 Millionen Euro Investitionsvolumen für eine 250 Meter hohe WKA, da kann man schon mal nervös werden. Jedoch ist die Gemeinde der Grundstückseigentümer und der Eigentümer bestimmt was, wann und wie auf seinem Grundstück gebaut wird und nicht umgekehrt der Windkraftplaner und der Betreiber. Hier hat man im Mosbrucher Gemeinderat offensichtlich etwas falsch verstanden.

 

Der 250 Meter hohe Gigant ist oberhalb von Kelberg in Richtung Ulmen im Kortenbüsch (600 Meter ü. NN) geplant und die Gesamthöhe würde somit bei 850 Meter ü. NN liegen. Damit wäre die WKA 175 Meter höher als der Hochkelberg (675 Meter ü. NN), 173 Meter höher als die Nürburg (677 Meter ü. NN) und noch 103 Meter höher als die Hohe Acht (747 Meter ü. NN), die 3 höchsten Berge der Hocheifel. Die WKA hat 1.200 Meter Abstand zu Köttelbach, 1.300 Meter Abstand zu Kelberg (480 Meter ü. NN) und 1.500 Meter Abstand zu Mosbruch (490 Meter ü. NN) und würde die Gemeinden Mosbruch mit 360 Meter und Kelberg mit 370 Meter überragen. Zum Vergleich, die vorhandenen 9 Anlagen in Beinhausen, Sarmersbach und Katzwinkel haben eine Gesamthöhe zwischen 120 bis 140 Meter und sind somit nur halb so hoch wie die geplante Mosbrucher WKA.

 

Lieber Gemeinderat der Ortsgemeinde Mosbruch, jetzt liegt es an Euch. Fast die Hälfte der Mosbrucher Einwohner ist gegen die Aufstellung einer WKA und die Nachbargemeinden, die von dieser WKA am meisten betroffen sind, auch. Unsere Zukunft ist ein friedvolles Miteinander zum Gemeinwohl aller.

 

Deshalb: Keine Alleingänge einzelner Dörfer auf Kosten der Mitbürger und Nachbargemeinden! 

 

Die Fotomontagen sind aus den Gutachten des in 2017 eingestellten FNP-Verfahrens der VG Kelberg, in denen „nur“ 200 Meter hohe WKA abgebildet sind!


Offenlage von 18 BIS ZU 230 METER HOHEN WINDKRAFT-GIGANTEN in den Gemarkungen Mannebach, RETTERATH/KOLVERATH und Nachtsheim/Luxem

Die Fa. PROKON hat 10 Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 200 m nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz beantragt: 6 in der Gemarkung Mannebach, sowie 4 in der Gemarkung Retterath/Kolverath, davon insgesamt 8 im Wald!

 

Was hier geschehen soll, wird das Landschaftsbild und die Lebenssituation der Menschen unserer Region UNUMKEHRBAR verändern!

 

Beide Windparks sollen inmitten des UNESCO Natur- und Global Geoparks Vulkaneifel und des Landschaftsschutzgebiets Kelberg gebaut werden. Wissentlich werden so die für dieses Gebiet einst festgeschriebenen Ziele aufgegeben: einen ausgewogenen Naturhaushalt herzustellen, die Eigenheit und Schönheit des Landschaftsbildes zu bewahren und zu pflegen, den Erholungswert nachhaltig zu sichern! Speziell das Gebiet Oberes Elztal ist darüber hinaus ein besonders schützenswertes Ökosystem mit klaren Quellbächen, Auenwiesen und seltenen Amphibien!

 

Die geplanten Windkraftanlagen Retterath/Kolverath liegen in einem Waldgebiet, das unmittelbar an den CenterParcs-Park Eifel grenzt, der einen äußerst wichtigen Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region darstellt. Zudem wird ein aufwändig ausgestattetes Kinderwanderland, in dem Familien aus der Umgebung und zahlreiche Ferienhausgäste naturnahe Erholung finden, zerstört. Wir haben auf outdooractive einen Rundwanderweg im Windpark Mannebach und einen im Windpark Retterath/Kolverath entlang der geplanten Windkraftanlagen erstellt. Machen Sie sich vor Ort ein Bild von der Eigenheit und Schönheit unserer Natur! Die Wanderwege finden Sie unter Wanderwege


Vielen Dank an Peter Wohlleben für seine klaren Worte zum Thema Windkraft im Wald und dass wir seine Videos auf unserer Internetseite verlinken dürfen. Weitere Videos von Peter Wohlleben zu dem Thema gibt es unter Downloads.

 

Vom 18.12.2020 bis 15.01.2021 können die Planungen für die vorgesehenen Windparks der Ortsgemeinden Mannebach und Retterath/Kolverath im Rathaus Kelberg oder in der Kreisverwaltung Daun von allen Bürger*innen eingesehen werden. Online sind die Unterlagen abrufbar unter: https://www.vulkaneifel.de/downloads/WKA_Mannebach.zip (Passwort: WKA_Mannebach2020) und https://www.vulkaneifel.de/downloads/WKA_Retterath-Kolverath.zip (Passwort: WKA_Retterath-Kolverath2020)

 

Dies ist die letzte und einzige Möglichkeit für die Bürger*innen, sich zu informieren, eigene Stellungnahmen zu den Planungen abzugeben und sich zu einer für die Zukunft der Region entscheidenden Weichenstellung zu äußern! Deshalb appellieren wir eindringlich an alle Bürger*innen, von ihrem Einsichts- und Einspruchsrecht Gebrauch zu machen und ihre persönlichen Stellungnahmen bis spätestens zum 28.01.2021 bei der Kreisverwaltung Daun oder der Verbandsgemeinde Kelberg einzureichen.

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Musterstellungnahme zur Offenlage in den Gemarkungen Mannebach und Retterath/Kolverath
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Flyer zur Offenlage in den Gemarkungen Mannebach, Retterath/Kolverath und Nachtsheim/Luxem
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Selbstverständlich kann die Musterstellungnahme auch für die Offenlage in Nachtsheim/Luxem (bis spätestens zum 20.02.2021 schriftlich oder elektronisch bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz) abgewandelt oder Passagen gestrichen und auf Ihre ganz persönliche Situation bezogen verändert und ergänzt werden. Dies ist sogar wünschenswert, genau wie das individuelle Hinzufügen oder Einbringen weiterer Argumente.

Die Firma Windpark Luxem GmbH, ein Tochterunternehmen der DunoAir mit Sitz in Osterbeek (Niederlande), hat 8 Windkraftanlagen nach dem Bundes- Immissionsschutzgesetz beantragt: 4 in der Gemarkung Nachtsheim, sowie 4 in der Gemarkung Luxem, davon insgesamt 5 im Wald! Die 8 Windkraftanlagen sollen auf den Hochplateaus westlich und östlich des Wiesbachtals auf einer Höhe von ca. 410 m bis 510 m über NN errichtet werden. Es ist beabsichtigt 5 Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 229 m und 3 Windkraftanlagen von 199 m sowie einer Nennleistung von 3,5 MW zu errichten und zu betreiben.

 

Kein Beitrag zum Klimaschutz!

 

Ein solch massiver Eingriff in die Natur wird von den Planern und Betreibern damit gerechtfertigt, dass Windkraftanlagen einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Davon kann jedoch keine Rede sein, wenn dafür einer unserer wichtigsten Verbündeten gegen die Klimakatastrophe geopfert und vernichtet wird – der Wald! Wir haben auf outdooractive einen Rundwanderweg im Windpark Nachtsheim/Luxem entlang der geplanten Windkraftanlagen erstellt. Machen Sie sich vor Ort ein Bild von der Eigenheit und Schönheit unserer Natur! Die Wanderwege finden Sie unter Wanderwege

 

Die Antragsunterlagen sind im UVP-Portal des Landes Rheinland-Pfalz unter dem Link https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=7A4BEDD6-9019-4B78-A724-F10ED9100380&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-rp&docid=7A4BEDD6-9019-4B78-A724-F10ED9100380 zugänglich. Jeder kann bis spätestens 20.02.2021 schriftlich oder elektronisch (info@kvmyk.de) Einwendungen bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz erheben.

 

FAZIT: Die Umsetzung der vorgesehenen Planung ist NICHT zu verantworten! Wir rufen deshalb alle Bürger*innen auf, sich zu informieren und Einspruch zu erheben !

 

Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.


GEFELLER und utzerather BÜRGER STIMMEN GEGEN WINDPARK "Vierländereck Ehlert-Hunnert"!

Die Ortsgemeinde Gefell befasst sich seit längerer Zeit mit dem Bau eines Windparks bei Hörscheid, Darscheid, Gefell und Utzerath. Mittels einer Einwohnerbefragung bezüglich der Planung der Windkraftanlagen wurde nun in Gefell ein Stimmungsbild eingeholt. An der Umfrage haben 80 Prozent der stimmberechtigten Einwohner teilgenommen. Von den Befragten haben sich 16 Prozent dafür ausgesprochen, dass die Gemeinde Gefell Grundstücke für die Errichtung einer Windkraftanlage zur Verfügung stellen soll. Gegen den Bau solcher Anlagen auf Gemeindeflächen votierten wiederum 84 Prozent der Befragten.

 

Auch in den anderen Ortschaften kommt Gegenwind auf: Das ohnehin knappe Abstimmungsergebnis im Utzerather Gemeinderat (man spricht von 4 zu 3 pro) steht nach einer Bürgerbefragung unter massivem Druck. 65 Prozent der Utzerather Bürger votierten gegen weitere Anlagen. In Darscheid ruderte in seiner jüngsten Sitzung der Gemeinderat nach einer Unterschriftensammlung mit dem Ziel eines Bürgerbegehrens mit 8 zu 1 Stimmen sowie einer Enthaltung zurück. Somit ist der ursprüngliche einstimmige Beschluss pro Windkraft hinfällig. Nun sollen erst die Bürger befragt werden, doch das Ziel eines Windparks bleibt weiter auf der kommunalpolitischen Agenda.

 

Insgesamt planen die Ortsgemeinden Mosbruch, Ueß, Katzwinkel, Gefell, Utzerath, Hörscheid und Darscheid zwischen Kelberg, Ulmen und Daun zu den bereits 9 bis zu 140 Meter hohen vorhandenen Windkraftanlagen (grün) weitere 10 bis zu 250 Meter hohe Giganten (orange).



Klimaschutzkonzept für die VERBANDSGEMEINDE KELBERG

In der Verbandsgemeinderatssitzung der VG Kelberg wurden uns am 26.09.2019 drei Anträge zur Ausweisung von Sondergebieten für Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der VG Kelberg vorgelegt. Derzeit gibt es im Flächennutzungsplan der VG Kelberg keine ausgewiesenen Flächen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Für die folgenden drei Flächen wurden Anträge eingereicht:

  1. Antrag Ortsgemeinde Retterath, 1 Hektar Fläche auf dem ehemaligen Sportplatz und zugehörigem Parkplatz in Salcherath.
  2. Antrag Ortsgemeinde Höchstberg, ca. 1,5 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche neben dem Gewerbegebiet und in der Nähe der A48.
  3. Antrag Ortsgemeinde Bereborn, 12 Hektar (bzw. 120.000 m² oder 120 Baugrundstücke a 1.000 m²!!!) landwirtschaftlich genutzte Fläche am Fuß des Hochkelberg und im Quellgebiet des Elzbachs.

Wir, die Wählergruppe Sturm im Wald e.V., hatten bereits am 10.09.2019 im Ausschuss "Bauen, Planen, Umwelt" ein schlüssiges Gesamtkonzept beantragt. Diesem Antrag wurde bis auf eine Enthaltung mehrheitlich zugestimmt. Martin Krämer von der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH hatte daraufhin am 26.09.2019 den Verbandsgemeinderat über die Möglichkeiten der konzeptionellen Befassung mit der Thematik Klimaschutzkonzept informiert. Über das EU LIFE-IP Projekt Zenapa® besteht die Möglichkeit eine regionale Klimaschutzstrategie mit Maßnahmen zu erstellen, in der die konkurrierenden Interessen zwischen Klimaschutzmaßnahmen sowie Natur- und Umweltverträglichkeit berücksichtigt werden.

 

78 Prozent des Strombedarfs im Landkreis Vulkaneifel wird mittlerweile von erneuerbaren Energien abgedeckt. Laut dem Klimaprojekt Zenapa® haben wir z.B. auf den Dächern im Landkreis Vulkaneifel noch genügend Potential, um die fehlenden 22 Prozent über Photovoltaik zu decken. Auf den verbandsgemeindeeigenen Gebäuden in der VG Kelberg gibt es bis jetzt nur PV-Anlagen auf dem Feuerwehrhaus und der Grundschule in Uersfeld. 

 

Im Anschluss wurde sachlich über die drei Anträge zur Ausweisung von Sondergebieten für Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der VG Kelberg beraten. Weil auf den Dächern in der VG Kelberg noch genügend Potential für Photovoltaikanlagen ist und auf Verbandsgemeindeebene kein schlüssiges Gesamtkonzept vorliegt, hat die Wählergruppe Sturm im Wald e.V. vorerst als einzige Fraktion gegen die Umwidmung der 145.000 m², überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen, in drei Sondergebiete für Freiflächen-Photovoltaikanlagen gestimmt.

 

Am 24.10.2019 hat der Ausschuss "Bauen, Planen, Umwelt" beschlossen, dem Verbandsgemeinderat Kelberg die Durchführung einer sogenannten "Fokusberatung Klimaschutz" zu empfehlen. Darüber wurde in der Verbandsgemeinderat Sitzung am 19.12.2019 beraten und die Durchführung der "Fokusberatung Klimaschutz" einstimmig beschlossen.

 

Auch im Gemeinderat Kelberg wurde sich am 24.09.2019 auf Wunsch der Wählergruppe Sturm im Wald e.V. ausgiebig mit den Themen Zenapa® und intigrierte Quartierskonzepte in der Vulkaneifel befasst. Hier zeigten alle Ratsmitglieder großes Interesse daran, dass Thema weiter zu verfolgen. In der Sitzung des Ortsgemeinderates von Kelberg am 29.10.2019 wurde von Martin Krämer von der Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH Integrierte Quartierkonzepte für die OG-Kelberg und die Teilnahme an Zenapa® vorgestellt. Bei diesem Konzept geht es um geförderte Klimaschutzprojekte des EU Förderprogramms für Umwelt, Naturschutz und Klimapolitik. Herr Krämer informiert umfassend über verschiedene Förderprogramme z.B. zur Errichtung von Photovoltaik- und Speicheranlagen, Nahwärmeanlagen, Nahwärmenetze, Dämmmaßnahmen, LED-Leuchtmittel, E-Fahrzeugen und Ladestationen und nachhaltiger Landnutzung in Ortsgemeinden.


Das Biotütenmodell - Missbrauch der Gemeinden oder Verstoß gegen Grundsätze der Gemeindehaushaltsfinanzierung

Die Wählergruppe Sturm im Wald e.V. setzt sich für den Klima-, Natur- und Umweltschutz in der Vulkaneifel ein und unsere 4 Ratsmitglieder hatten deshalb vorab zur Sitzung des Ortsgemeinderates von Kelberg am 28.01.2020 zum TOP 8 Biomüllentsorgung die folgenden Vorschläge als Diskussionsgrundlage zur Beratung und ggf. Abstimmung eingereicht:

 

Der Gemeinderat

·         empfiehlt dem Landkreis und der ART eine schnellstmögliche (Wieder-)einführung der flächendeckenden Biotonne mit Freistellungsmöglichkeiten für Eigenkompostierer im Landkreis Vulkaneifel

·         befristet die Aufstellgenehmigung der Sammelcontainer vorbehaltlich der nachfolgenden Punkte zunächst bis zum 31.12.2020

·         koppelt die erteilte Aufstellgenehmigung an eine angemessene Aufwandsentschädigung für die Bereitstellung und Unterhaltung der Sammelcontainerstandplätze

·         forderte die Abstimmung einer eindeutigen Rechtsgrundlage hinsichtlich Haftung, Vandalismus, Winterdienst, Gefäßreinigung und illegaler Ablagerungen

 

Sollten die entsprechenden Forderungen seitens der ART umgesetzt werden, stimmt der Gemeinderat der weiteren Aufstellung der 8 Container an den 4 festgelegten Standorten, übergangsweise bis zur genannten Befristung zu. Zusätzlich wird ein 5. Standort mit 2 Containern an der Regina-Protmann-Straße/Fronfeld festgelegt.

 

Zu den in den öffentlichen Bekanntmachungen unter TOP 8 aufgeführten Fakten / Zuständigkeiten möchten wir uns noch wie folgt äußern: 

Ein Gemeinderat hat die Interessen der Gemeinden zu vertreten. Diese wurde ohne unmittelbare Beteiligung und ungefragt in das System der Biotüte eingebunden und muss nun als Erfüllungsgehilfe dem Zweckverband A.R.T. dienen. Ohne die Unterstützung der Gemeinden funktioniert das System nicht.

 

Dazu wendet der Ortsbürgermeister im Rahmen seines ehrenamtlichen Engagement Arbeitszeit auf, die an anderer Stelle fehlt, die Gemeinde unterstützt mit Arbeitszeit der Gemeindearbeiter, stellt Flächen zur Verfügung und unterhält diese, der Individualverkehr und damit die Belastung für die Bewohner und Straßen bzw. der Infrastruktur sind angestiegen. Das Standorte nur auf dem Weg zur Arbeit, Einkaufen o.ä. genutzt werden, ist in diesem Zusammenhang hier reine Spekulation. Dies ist ein Wunschdenken des Zweckverbandes.

 

Der Aufwand der Abfallwirtschaft soll vollständig über Gebühren gedeckt werden (Kostendeckungsgebot). Nach Einschätzung der BI "JA zur Biotonne für die Region ART Trier!" erbringen die Ortsgemeinden und Städte "freiwillige Leistungen" mit einem geldwerten Vorteil für den ZV A.R.T. in einer Größenordnung von über 1 Mio. € bezogen auf den Gesamtzweckverband bzw. auf über 100.000 € bezogen auf den Vulkaneifelkreis. Eine Tatsache mit maßgeblicher Kostenrelevanz im Rahmen der Gesamtwirtschaftlichkeitsbetrachtung der Systemwahl.

 

Werden die Kosten für diese "freiwillige Leistungen" durch die Gemeinde erbracht, dann ist die Gemeinde angehalten, Einnahmequellen, wie z.B. die Erhöhung von Steuersätzen, und Ausgaben, wie z.B. freiwillige Leistungen zur Vereinsförderung, auszuschöpfen bzw. zu streichen.

 

Dies sind alles Gründe, warum eine Gemeinde ein unmittelbares Interesse, eine direkte Betroffenheit und damit auch Zuständigkeit obliegt. Somit ist es durchaus legitim und auch angebracht, dass ein Gemeinderat im Interesse der Bürger und der eigenen Gemeinde entsprechende Empfehlungen aussprechen kann. 


ERGEBT EUCH, IHR SEID UMZINGELT!!!

Heute berichten wir über die vier geplanten Windparks der Gemeinden Arbach, Boos, Kolverath, Mannebach, Münk, Oberelz und Retterath. Im Umkreis von nur 3 km sollen hier um den Eifelort Mannebach 22 Windindustrieanlagen im Wald entstehen.

 

Die mindestens 200 Meter hohen Anlagen haben die folgenden Abstände zu den umliegenden Orten: 

  • 900 m Kirche St. Remigius Retterath
  • 1.000 m Arbach, Boos, Kolverath, Oberelz, Reimerath und Salcherath
  • 1.100 m Hünerbach, Lirstal, Mannebach, Retterath und Uersfeld
  • 1.400 m Center Parcs Park Eifel und Münk
  • 1.500 m Bereborn und Sassen 

19 der 22 Anlagen sind im Wald geplant. Pro Windenergieanlage wird mindestens ein Hektar Wald gerodet und dauerhaft ökologisch entwertet. Nach den Angaben von Landesforsten speichern die Wälder in Rheinland-Pfalz pro Jahr und Hektar 338 t CO2. Für die 4 Windparks müssen somit ca. 190.000 m² bzw. 19 Hektar Wald gerodet werden, der 6.422 t CO2 pro Jahr speichert. Dabei könnten und sollten wir in Deutschland zusätzlich 3,18 Millionen Hektar Wald pflanzen, um unseren Anteil daran zu leisten, den Klimawandel aufzuhalten.

 

In diesem Gebiet lebt ein Schwarzstorch Brutpaar. Diese an sich standorttreue Brutvogelart hat in den letzten Jahren mehrmals störungsbedingt den Nistplatz gewechselt (bis 2012 Mannebach, 2013 – 2015 Oberelz, 2016 – 2017 Boos, 2018 Nachtsheim und 2019 wieder in Oberelz). Was muss hier noch passieren bevor unsere Naturschutzbehörden bei den Kreisen und der SGD-Nord endlich diesen Störungstatbestand (§ 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG) strafrechtlich verfolgen lassen und auf die Einhaltung des im „Helgoländer Papier“ aufgeführten Tabubereich von 3.000 m für besetzte Schwarzstorch Horste und die Karenzzeit von 5 Jahren nach Ausbleiben einer Nestnutzung von den Projektierern fordern? 

 

Zudem wird laut Windatlas RLP die für einen „wirtschaftlichen Betrieb“ erforderliche Windgeschwindigkeit von 6,2-6,4 m/sec. in 140 Meter Höhe auch für Schwachwindanlagen an diesen 4 Standorten nicht erreicht! 

 

Hatte die VG Kelberg die Fläche Kolverath/Retterath noch in der Flächennutzungsplanung aus Rücksicht zum Center Parcs Park Eifel rausgenommen, so interessiert es heute keinen mehr, dass einer der größten Arbeitgeber und Steuerzahler der Region schließen wird, wenn diese Pläne umgesetzt werden.  


Windpark Barweiler/Bauler/Pomster (4 WEA), Windparkanlage Wiesemscheid (3 WEA) und Windpark Nürburgring (Nürburg 2 WEA)

Mitten in der schönen Hocheifel sind auf einer Länge von nur 6 km 3 Windparks mit insgesamt 9 bis zu 240 Meter hohen Windindustrieanlagen geplant. Die Anlagen haben den folgenden Abstand zu den umliegenden Gemeinden: Wiesemscheid 1,1 km, Bauler 1,2 km, Müllenbach 1,2 km, Nürburg 1,2 km, Quiddelbach 1,3 km, Kottenborn 1,3 km, Pomster 1,4 km und Barweiler 1,9 km.

 

Alle 9 Anlagen liegen im Vogelschutzgebiet Ahrgebirge, im Landschaftsschutzgebiet Rhein-Ahr-Eifel und im 10 km Umkreis zum Kulturdenkmal Nürburg.

 

Zudem sind alle 9 Anlagen im Wald geplant. Pro Windenergieanlage wird mindestens ein Hektar Wald gerodet und dauerhaft ökologisch entwertet. Nach den Angaben von Landesforsten speichern die Wälder in Rheinland-Pfalz pro Jahr und Hektar 338 t CO2. Für die 3 Windparks müssen somit ca. 90.000 m² bzw. 9 Hektar Wald gerodet werden, der 3.042 t CO2 pro Jahr speichert. Dabei könnten und sollten wir in Deutschland zusätzlich 3,18 Millionen Hektar Wald pflanzen, um unseren Anteil daran zu leisten, den Klimawandel aufzuhalten.

 

Laut Windatlas RLP wird die für einen „wirtschaftlichen Betrieb“ erforderliche Windgeschwindigkeit von 6,2-6,4 m/sec. in 140 Meter Höhe auch für Schwachwindanlagen an diesen 3 Standorten nicht erreicht!