Windpark Lirstal Projektierer NES/Onshore Windkraftwerk (2 WEA)

Blick von Mannebach Unterlagen Flächennutzungsplan VG Kelberg
Blick von Mannebach Unterlagen Flächennutzungsplan VG Kelberg
  • Projektstatus: Der Zielabweichungsbescheid liegt vor und die vereinfachte raumordnerische Prüfung wurde für die Erweiterung um 2 WEA mit 243 Meter Gesamthöhe abgeschlossen. 
  • Der Antragsentwurf nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz liegt noch nicht vor, sind aber angekündigt. Innerhalb der nächsten Monate soll die Antragstellung nach BImSchG zur Errichtung und zum Betrieb der 2 WEA folgen. Die Onshore Windkraftwerk Lirstal GmbH & Co. KG hat auch schon den Zuschlag als Bürgerenergiegesellschaft beim Ausschreibungsverfahren der Windenergieanlagen an Land erhalten. Damit sind sie den restlichen Parks schon einen Schritt voraus. Die Bürgerenergiegesellschaft hat als Adresse das Gemeindehaus in Lirstal angegeben, aber auf Nachfragen der VG an die Gemeinde Lirstal hat man die Auskunft erhalten, dass der Gemeinde diese Gesellschaft nicht bekannt ist.
  • Gesundheit: Die WEA haben den folgenden Abstand zu den umliegenden Gemeinden. Lirstal 1.100 Meter, Eppenberg 1.200 Meter, Laubach 1.300 Meter und Kaperich 1.500 Meter.
  • Landschaftsschutz: Waldgebiet mit teilweise hoher bis sehr hoher kulturhistorischer Bedeutung. Der Windpark liegt komplett im Landschaftsschutzgebiet Kelberg und im 10 km Umkreis zu den Kulturdenkmälern Nürburg, Löwenburg und Philippsburg in Monreal und Burgruine und Pfarrkirche St. Matthias in Ulmen.
  • Naturschutz: Für beide WEA müssen ca. 20.000 m² Wald gerodet werden. Der Windpark liegt komplett im UNESCO Global Natur- und Geopark Vulkaneifel!
  • Artenschutz: Beide WEA liegen im 1,5 km Schutzradius von min. einem Rotmilan Horst und vermutlich im 3 km Schutzradius von einem Schwarzstorch.
  • Wirtschaftlichkeit: Laut Windatlas RLP wird die für einen „wirtschaftlichen Betrieb“ erforderliche Windgeschwindigkeit von 6,2-6,4 m/sec. in 140 Meter Höhe auch für Schwachwindanlagen an diesem Standort nicht erreicht! In den Antragsunterlagen findet man keine Aussage zur Windhöffigkeit und somit zur Wirtschaftlichkeit des Vorhabens.
  • Bürgerbeteiligung: Nach den uns vorliegenden Informationen hat zu dem aktuellen Zulassungsverfahren weder eine detaillierte Informationsveranstaltung noch eine Befragung der Bürger stattgefunden. Im Rahmen der Stellungnahmen zu dem Raumordnungsverfahren gab es wegen der 243 Meter Gesamthöhe starken Gegenwind aus den Gemeinden Laubach und Eppenberg in der VG Kaisersesch. Den Artikel aus der RZ ist nachzulesen unter "WEITERE LINKS"