Was wir wollen


Unsere fundamentalen Punkte:

➢ Wir brauchen mehr Abstand!

➢ Der Wald muss Tabu werden!

➢ Der Naturschutz darf nicht reduziert werden!

➢ Die Effektivität und Effizienz der Maßnahmen sind wissenschaftlich zu belegen!

Gesundheit

  • Abhängig vom Geländeprofil, das die Ausbreitung von Infraschall beeinflusst, ist ein Mindestabstand von Windkraftanlagen zu jeglicher Wohnbebauung sicherzustellen, bis medizinisch begründete Immissionsgrenzwerte zum Schutz der Unversehrtheit aller betroffenen Anwohner gefunden und gesetzlich festgelegt sind.
  • Als einzige echte Risikovorsorge beim Infraschall und allererste Annäherung an das gesundheitlich Gebotene – müssen Windkraftanlagen den mindestens zehnfachen Abstand der Gesamthöhe zu jeglicher Wohnbebauung haben (10H-Regel).  allererste Annäherung an das Vorsichtsprinzip ist die zehnfache Anlagenhöhe bundeseinheitlich als Minimalabstand zu jeglichen menschlichen Wohnstätten einzuhalten. 
  • Aktueller Mindestabstand von Windenergieanlagen von 1.000 Meter zu Wohngebieten, bei Anlagen mit mehr als 200 Meter Gesamthöhe mindestens 1.100 Meter.

Landschaftsschutz

  • Bis auf die Gemeindeflächen der Ortsgemeinde Kelberg sind alle anderen Flächen mit hoher bis sehr hoher kulturhistorischer Bedeutung für die Windkraft freigegeben. Bei den ersten drei Zielabweichungsbescheiden hatten die Behörden keine Bedenken gegen Windkraftanlagen im Landschaftsschutzgebiet Kelberg geäußert.

Naturschutz

  • 3,18 Millionen Hektar Wald könnten und sollten wir in Deutschland zusätzlich pflanzen, um unseren Anteil daran zu leisten, den Klimawandel aufzuhalten. Pro Windenergieanlage wird ein Hektar Wald gerodet. Die Wälder in Rheinland-Pfalz speichern pro Jahr und Hektar 338 t CO2. Die Errichtung von Windindustrieanlagen in Wäldern, im UNESCO Global Natur- und Geopark Vulkaneifel, Trinkwasserschutz-, FFH – und Natura 2000-Gebieten ist generell auszuschließen.
  • 51 der 61 Windenergieanlagen sind auf bewaldeten Höhenlagen der Eifel geplant. Somit müssen dafür ca. 49 Hektar bzw. 490.000 m² Wald gerodet werden, die 16.562 t CO2 pro Jahr speichern. Bei den ersten drei Zielabweichungsbescheiden hatten die Behörden keine Bedenken gegen Windkraftanlagen im UNESCO Global Natur- und Geopark Vulkaneifel geäußert!

Artenschutz

  • Gemäß der Länder-Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten müssen für Windenergieanlagen Mindestabstandsregelungen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen besonders störungsempfindlicher oder besonders gefährdeter Vogelarten definiert und gem. dem verbindlichen naturschutzfachlichen Rahmen zum Ausbau der Windenergienutzung eingehalten werden.
  • Das artenschutzrechtliche Tötungsverbot muss uneingeschränkt gelten.
  • Umweltverträglichkeitsprüfungen sind in jedem Fall durchzuführen.
  • Derzeit werden die tierökologischen Abstandsvorgaben durch zum Teil veraltete und unzureichende Gutachten der Projektierer stark beschnitten und gemeldete Horststandorte und Sichtungen ignoriert.

Wirtschaftlichkeit

  • Nach dem Landes-Entwicklungs-Programm (LEP IV) sind nur Standorte mit einer erforderlichen Windgeschwindigkeit von 6,2-6,4 m/sec. in 140 Meter Höhe für einen „wirtschaftlichen Betrieb“ geeignet! Die Genehmigungserteilung zum Bau von Windkraftanlagen ist an eine gesetzlich vorgeschriebene, standardisierte Windmessung in Nabenhöhe über 1 Jahr zu knüpfen.
  • Die Ausbauziele von Bund, Ländern und Kommunen sind auf stringente und transparente Berechnungen unter Berücksichtigung physikalischer Gesetze und statistischer Gegebenheiten zu stützen. 
  • In den Antragsunterlagen findet man keine Aussagen zur Windhöffigkeit und somit zur Wirtschaftlichkeit der Vorhaben. Bei 56 der 61 Anlagen Standorte wird die für einen „wirtschaftlichen Betrieb“ erforderliche Windgeschwindigkeit von 6,2-6,4 m/sec. in 140 Meter Höhe auch für Schwachwindanlagen nicht erreicht!

Bürgerbeteiligung

  • Kein Bau von Windkraftanlagen, ohne die Bürgerinnen und Bürger vorher umfassend zu informieren und zu befragen! Die Entwertung von Wohneigentum und Altersvorsorge muss entschädigt werden. Der Privatisierung von Gewinnen bei Sozialisierung der Kosten ist Einhalt zu gebieten. Die kompletten Rückbaukosten für Windkraftanlagen (inklusive Zuwegung und vollständiger Entfernung von Fundamenten) müssen durch unabhängige Unternehmen ökonomisch fundiert bewertet werden. Bauherren müssen eine unwiderrufliche Bankbürgschaft zur Deckung dieser Kosten nachweisen. Eine Abwälzung auf die Allgemeinheit bzw. künftige Generationen muss wirksam verhindert werden.
  • Aktuell finden Informationen zu Windkraftprojekten, wenn überhaupt, nur im Rahmen von turnusmäßigen Gemeinderatssitzungen statt. Detaillierte Informationsveranstaltungen und Befragungen der Bürger werden in der Regel nicht durchgeführt.

Zu diesen 6 dringlichen Punkten hat die Wählergruppe Sturm im Wald e.V. mehr als 100 Anträge im Verbandsgemeinde-Rat gestellt. Diese wurden von allen Ratsmitgliedern der CDU, FDP, FWG, SPD und UWG abgelehnt, obwohl viele dieser Parteien und Wählergruppen im Wahlprogramm den Schutz von Mensch, Natur, Umwelt und Kulturlandschaften, sowie die Mehrheitsmeinung aller Bürgerinnen und Bürger beim Bau von Windkraftanlagen aufgeführt hatten. 

 

 Wählergruppe Sturm im Wald e.V. wird weiter für diese wichtigen Themen kämpfen!

Ohne unseren engagierten Einsatz wäre ein Großteil der Anlagen schon gebaut!

 

Da liest man zum Beispiel im aktuellen Wahlprogramm der Wählergruppe „DIE UNABHÄNGIGE“, dass "alternative Energiegewinnung unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben für die Menschen, die Natur und die Umwelt verträglich gestaltet werden muss und dass sie Maßnahmen zum Artenschutz und zur Umweltbildung unterstützen". Die SPD möchte einen "Verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Natur" durch "Unterstützung erneuerbarer Energiekonzepte". Die CDU steht für "Gestaltung einer klimafreundlichen Kommunalpolitik mit erneuerbaren Energien". Bei der FWG ist "Ausbau der erneuerbaren Energien" auf dem Flyer abgedruckt. Die FDP möchte die "Herausforderungen wie Energiewende bewältigen". Alle hier aufgeführten Parteien und Wählergruppen sind gegen eine Fortschreibung des Flächennutzungsplanes zur Steuerung der Windkraft in der VG Kelberg und stehen weiterhin für den unkontrollierten Wildwuchs und somit die Verspargelung der Vulkaneifel!

 

 Das Bundesamt für Naturschutz hat unsere Region einen Hotspot der Artenvielfalt genannt.

  

Windenergieanlagen im Wald sind nicht verträglich mit Mensch, Natur und Umwelt und haben bei der geplanten Anzahl auch nichts mehr mit Maß und Verstand gemeinsam. Natur wird zerstört und bisher gerne genutzte Wanderwege im Wald werden zu Rollbahnen für gigantische technische Anlagen und die Schwertransporte dafür. Familien und Kinder, auch Besucher, können hier keine Eifler Idylle, keine Erholung erleben. 

  

Die Zerstörung des Waldes, der Natur rückt immer näher an uns heran!

 

Wir kämpfen für die Bürgerinnen und Bürger: Für den Erhalt unserer einmaligen Eifellandschaft!

 

Und: Unsere breit aufgestellten Ratsmitglieder widmen sich mit großem Engagement allen im Rat zu behandelnden Anliegen und Themen! Wir sind stolz, dass sich bei uns die meisten Frauen politisch engagieren und stark machen. 

 

Engagierte Menschen mit Idealen setzen sich ein: Wählergruppe Sturm im Wald e.V. 

Auch wir, die Wählergruppe Sturm im Wald e.V., wünschen uns für unserer Region eine lebendige Wirtschaftsförderung, bestens ausgestattete Schulen, Lösungen für den demografischen Wandel, den Ausbau der Digitalisierung sowie den Erhalt unseres Schwimmbads. An ALLEN diesen und weiteren Themen haben wir in der letzten Wahlperiode konstruktiv und engagiert im Gemeinde- und Verbandsgemeinderat mitgearbeitet und werden dies auch weiterhin tun.

Doch was nützen uns solche Errungenschaften, wenn wir zukünftig durch den Rotorenlärm von insgesamt bis zu 240 Meter hohen Industrietürmen mit bis zu 70 Meter langen Rotorblättern über unseren Köpfen um den Schlaf und unser Wohlbefinden gebracht werden?

Im Umkreis von 15 km um das Kelberger Gemeindegebiet laufen bereits die Zulassungsverfahren für 61 bis zu 240 Meter hohe Windenergieanlagen. Alleine im Bereich der Verbandsgemeinde Kelberg sind es schon 23 Anlagen! Aus unserer Sicht das AUS für unsere Zukunft!

 

Wir möchten eine Zukunft, in der unsere Kinder unbelastet in der Natur spielen und gesund aufwachsen können.

 

Unsere Zukunft sind junge Eifler Familien, die sich bewusst für ein Leben auf dem Land als Alternative zum Stadtleben entscheiden und hierbleiben, gerade weil unsere Region ein gesundes, naturnahes Aufwachsen der Kinder ermöglicht und ein nachbarschaftliches Miteinander bietet statt Anonymität!

 

Unsere Zukunft sind auch Neubürger, die den Städten den Rücken zukehren, weil sie bei uns das finden, was dort verloren gegangen ist: Ruhe, die Nähe zur Natur, bezahlbares Wohneigentum bzw. geringere Mieten und bürgernahe Lebensformen.

Wir möchten diese Bedingungen bewahren und eine Willkommenskultur schaffen, die der Überalterung in unserer Region entgegenwirkt!

 

Unsere Zukunft ist eine unverbaute, wald- und wiesenreiche Landschaft, die uns selbst und Bewohnern aus umliegenden Großstädten Entspannung und Erholung bietet.

Deshalb: Keine unnötige Industrialisierung dieser Landschaft, denn dies würde einen Einbruch im Tourismus bewirken, Bürgern mit Ferienwohnungen wichtige Einnahmen nehmen und zu Einbußen für die Geschäfte der Region führen!

 

Unsere Zukunft ist unsere Gesundheit.

Deshalb: Keine Beeinträchtigung unserer Lebensqualität durch schlafstörende Industrieanlagen in der Nähe von Wohngebieten oder das Gesundheitsrisiko Infraschall!

 

Unsere Zukunft sind unsere Häuser und Grundstücke, die für viele Bürger einen wichtigen Teil ihrer Altersversorgung darstellen.

Deshalb: Kein Hinnehmen eines erheblichen Wertverlusts, der mit der unmittelbaren Nähe von Windkraftriesen einhergehen würde!

Unsere Zukunft ist ein friedvolles Miteinander zum Gemeinwohl aller.

Deshalb: Keine Alleingänge einzelner Dörfer auf Kosten der Nachbargemeinden! 

 

Zeigen wir Mut und Verantwortung für uns, unsere Kinder, unsere Enkel und Urenkel!

 

Unsere Zukunft ist eine bürgernahe Politik vor Ort, die Bürgerinnen und Bürger an unumkehrbaren, unser aller Existenz betreffenden Entscheidungen, ganz gleich welcher Art, beteiligt! 

Deshalb: Keine derartigen Vertragsabschlüsse, ohne die Bürgerinnen und Bürger vorher umfassend zu informieren und zu befragen!

 

Unsere Zukunft ist ein ökologisches Gleichgewicht.

Deshalb: Keine Zerstörung des Waldes mit seinen unter Naturschutz stehenden Bewohnern zugunsten einer Energietechnik, deren Effizienz unter Energiegewinnungs- und Klimaschutzzielen stark zu bezweifeln ist. DENN:

 

Windräder für mehr Klimaschutz???

Herstellungsaufwand und Rodung von Waldflächen ergeben eine Negativbilanz!

 

Windräder gegen Atomstrom???

Ohne die hier fehlende Möglichkeit der Stromspeicherung laufen die Reaktoren im Hintergrund weiter!

 

Windräder für mehr Wohlstand der Gemeinden???

Unsere Häuser verlieren an Wert und die Touristen bleiben aus!

 

Windräder auf Wunsch der Landespolitik???

Unsere Vulkaneifel hat ihren Beitrag mit 119 installierten Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von 177 MW bereits hinreichend geleistet. 

 

Sinnvoller Einsatz von Windkraft unter der Berücksichtigung von Landschafts-, Natur- und Menschenschutz: JA!

So viele Windräder wie möglich, nur um des Profits einiger Weniger willen: NEIN!

 

Fazit der Wählergruppe Sturm im Wald e.V.: Statt auf Kosten von Mensch, Natur und Landschaft den in mehrfacher Hinsicht fragwürdigen Ausbau der Windenergie zu forcieren, sollten wir auf sinnvolle, ausgewogene Konzepte der Energiegewinnung und vor allem auch –einsparung setzen.

 

Bewahren wir unsere Heimat davor, all das zu verlieren, was aus unserer Sicht ihre Zukunft ist!